Senioren in der (Immobilien-)Krise

Noch vor wenigen Jahren lebten 80 Prozent aller Amerikaner über 50 Jahre im eigenen Heim. Doch zuletzt haben mehr als 1,5 Millionen «Seniors» ihre Häuser und Wohnungen durch Zwangsversteigerung verloren. Am stärksten sind Menschen reiferen Jahrgangs aus der schwarzen und hispanischen Bevölkerung betroffen. Viele verzweifelte Senioren versuchen noch, durch einen Nebenjob zusätzlich Geld für den Schuldendienst der Hypothek aufzubringen. Doch gemäß der AARP, Lobby für Amerikaner über 55 Jahre:

•  laufen derzeit gegen mehr als 600.000 Hauseigentümer über 50 Jahre Zwangsversteigerungsverfahren;

• sind weitere 625.000 Personen in dieser Altersgruppe mindestens drei Monate mit ihren Hypothekenzahlungen in Verzug;

• sind ungefähr 3,5 Millionen älterer Hauseigentümer «unter Wasser«, das heißt, der Wert ihrer Hypothek übersteigt den des Objektes;

• ist in den vergangenen fünf Jahren die Zahl der im Verzug befindlichen Eigentümer dieser Altersgruppe um 450 Prozent angestiegen.

Ältere Menschen haben eine geringe Chance, sich finanziell vom Zusammenbruch des Immobilienmarktes und der Börsen-/Finanzkrise von 2008 zu erholen – naturgemäß bleiben ihnen weniger Arbeitsjahre, um die Verluste wieder wett zu machen. Die meisten leben von einem «Fixed Income», das heißt einem festen Einkommen aus Renten, Lebensversicherungen und Erspartem und verfügen darüber hinaus über keine weiteren Einkünfte. Die geringen finanziellen Reserven sind vor diesem Hintergrund schnell aufgebraucht. Die Konsequenz ist oft der Verlust des eigenen Heims – eine Tatsache, die den Gesamtmarkt für Immobilien in den USA noch auf geraume Zeit belasten wird.

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